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Interview mit dem neuen Generalkonsul |
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wollen wir Ihnen auf unserer Miami-Seite eine Person vorstellen, die erst
seit kurzem in Florida lebt. Am 12. August 1998 wurde Fritz von Rottenburg
zum neuen deutschen Generalkonsul in Miami ernannt. Er trat damit
die Nachfolge von Generalkonsul Claus Soenksen an. Kurz nach seiner Amtseinführung
gab Fritz von Rottenburg Alexander Reus ein Interview.
Florida Journal (FJ): Sehr geehrter Herr Generalkonsul, als erstes möchten wir Sie in Florida "Willkommen' heißen und Ihnen zu Ihrer Ernennung gratulieren. Wann sind Sie und ihre Familie in Miami angekommen? v. Rottenburg: Meine Frau und ich
sind erst seit dem IO. August 1998 in Miami. Wir sind die knapp 2.000
Meilen von Montreal bis nach Miami mit unserem Auto gefahren. FJ: Wœhrend lhrer langjœhrigen Tœtigkeit haben Sie bestimmt viele interessante Lœnder gesehen. Uns würde interessieren, wo sie überall Deutschland vertreten haben. v. Rottenburg: Nach dem erfolgreichen
Abschluß meines Jura-Studiums in Deutschland habe ich in Bonn und Genf
eine zusœtzliche Ausbildung im Auswœrtigen Amt abgeschlossen. 1968 wurde
ich das erste Mal ins Ausland geschickt. Vier Jahre arbeitete ich in der
deutschen Botschaft in Kabul, der Hauptstadt von Afgha- nistan. Von 1972
bis 1975, war ich in Japan, als Konsul, an der deutschen Botschaft in
Tokio, tœtig. FJ: Herr von Rottenburg, Sie sind gebürtiger Berliner und mußten die Spaltung Deutschlands am eigenen Leibe erfahren. Nun gibt es gerade auch in Montreal ein œhnliches Problem. Separatistische Kreise versuchen |
seit
Jahren, Kanada zu teilen. Sie wollen die franko-kanadische Region Quebec,
deren Hauptstadt Montreal ist, von Kanada trennen. Wie schœtzen Sie die
Lage in dort ein?
v. Rottenburg: Die politische Situation
in Montreal ist auch jetzt noch sehr interessant und aus deutscher Sicht,
sind sicherlich Parallelen erkennbar. Allerdings konnte das Generalkonsulat,
als Vertreter der deutschen Regierung, keine Position hinsichtlich der
verschiedenen politischen Strömungen in Kanada beziehen. Wir haben in
diesem Land nur einen Beobachterstatus. FJ: Wie lange werden Sie in Florida bleiben und für was ist das Generalkonsulat hier in Miami zustœndig? v. Rottenburg:
lch werde Deutschland leider nur zwei Jahre in Miami vertreten können,
da ich danach in Deutschland pensioniert werde.
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kennenlernen.
lch gehe davon aus, daß meine Aufgaben im wesentlichen bestehen bleiben
werden, egal, wie die Bundestagswahl im September 1998 ausgegangen ist.
FJ: Haben Sie bereits konkrete Plœne, die Sie in Florida verwirklichen wollen? v. Rottenburg: lch
habe vor, die deutsch-amerikanischen Beziehungen auf politischer, kultureller
und wirtschaftlicher Ebene in meinem Amtsbezirk zu fördern, und meine
Landsleute zu unterstützen wo ich kann. Kulturell will ich deutschen Künstlern,
z.B. Musikern, Malern, Bildhauern, den Weg in die Vereinigten Staaten,
besonders nach Florida ebnen. Ich werde mich dafür einsetzen, daß Konzerte,
Ausstellungen und Vernissagen deutscher Künstler in meinem Zustœndigkeitsbereich
durchgeführt werden. FJ: Sehr geehrter Herr Generalkonsul, vielen Dank für dieses Interview. Wir wissen ihre Bereitschaft, bereits in ihrer zweiten Amtswoche für ein Gesprœch zur Verfügung zu stehen, zu würdigen. |
from FLORIDA JOURNAL 4. QUARTAL 1998, Seiten 92-93.